Alte Heizkessel arbeiten aus vielen Gründen unwirtschaftlich, einer davon ist die schlechte Isolierung, durch die viel Wärme verloren geht. Bei einem Standardheizkessel – Baujahr 1978, 25 Kilowatt Nennleistung,
der auch für die Warmwasserbereitung genutzt wird – verpufft jährlich ungenutzt Wärme im Wert von rund 760 Euro.
Wer sein Geld nicht verheizen will, tauscht den Oldtimer im Keller besser gegen moderne Heiztechnik aus. Brennwertkessel stellen derzeit in puncto Wirkungsgrad das Optimum dar: Sie nutzen auch die Kondensationswärme im Wasserdampf zum Heizen, die sonst ungenutzt durch den Schornstein entweicht. Ein Wärmetauscher entzieht die in den Abgasen enthaltene Wärme für den Heizkreislauf. Deshalb liegt der Brennwert, der diese Kondensationswärme berücksichtigt, bei Gas elf Prozent über dem Heizwert. Bei Heizöl sind es maximal sechs Prozent.
Flüssiggas ist zudem ein vergleichsweise „sauberer“ Brennstoff: Bei seiner Verbrennung wird weniger CO2 frei als bei Heizöl und kaum Feinstaub wie bei Holz oder Pellets. Ein neuer Brennwertkessel kostet samt Speicher und Regelung etwa 4000 bis 7000 Euro. Dazu kommen die Kosten für die Montage. Die Investition haben Hausbesitzer durch die eingesparte Energie meist nach acht bis zehn Jahren wieder drin. Brennwertgeräte brauchen wenig Platz und lassen sich ohne Probleme auch im Dachboden, im Bad oder in der Küche an der Wand aufhängen.
Wer einen Teil seines Wärmebedarfs mit Sonnenenergie decken will, kombiniert den Brennwertkessel mit einer Solaranlage. Dabei gibt es zwei Möglichkeiten: Eine Warmwasser-Solaranlage sorgt für warmes Wasser und entlastet so den Brennwertkessel. Kosten: 4000 bis 6000 Euro plus Montage. Noch mehr Energie spart eine Kombi-Solaranlage. Die Kollektoren wärmen Wasser für Küche und Bad, unterstützen aber auch die Raumheizung. Das senkt den Brennstoffverbrauch um bis zu 30 Prozent. Investition: 6000 bis 18.000 Euro.
Fördergeld vom Staat kassieren
Nach der Energieeinsparverordnung (EnEV) müssen viele Heizkessel, die vor dem 1.10.1978 eingebaut wurden, ersetzt werden. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) bezuschusst Solarkollektoren zur kombinierten Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung. Für bis zu 40 Quadratmeter Kollektorfläche gibt es 90 Euro je angefangenem Quadratmeter. Für die Versorgung eines Einfamilienhauses sind etwa 10 bis 15 Quadratmeter nötig, das ergibt 900 bis 1350 Euro Zuschuss. Wer seinen alten Öl- oder Gaskessel gegen ein neues Brennwertgerät tauscht, erhält zusätzlich 500 Euro. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) fördert die Installation einer Brennwertheizung mit zinsgünstigen Krediten oder Investitionszuschüssen.