Klimaschutzerklärung schafft Klarheit Der Deutsche Verband Flüssiggas e.V. hat in seiner Klimaschutzerklärung alle klimarelevanten Fakten zum Thema Flüssiggas zusammengetragen. Die im Verband organisierten Unternehmen konzentrieren sich auf die effiziente und nachhaltige Nutzung der Energieressourcen. Durch Kooperationsprojekte werden die Entwicklung innovativer Technologien gefördert und die wissenschaftliche Erforschung neuer Verfahren zur Herstellung biogenen Flüssiggases unterstützt.
Günstiger CO2 Fußabdruck
Flüssiggas ist schadstoffarme Energie mit hohem Heizwert und Reinheitsgrad. Der europäische Bedarf wird zu etwa 60 Prozent aus natürlichen Quellen bei der Erdgas- und Rohölförderung gewonnen. Der übrige Anteil fällt in inländischen Raffinierien bei der Rohölverarbeitung im Rahmen der Koppelproduktion an.
Darüber hinaus wird Flüssiggas immer effizienter genutzt: Der durchschnittliche Verbrauch eines Flüssiggas-Kunden liegt heute um etwa ein Drittel niedriger als noch vor zehn Jahren, die Emissionen des Treibhausgases Kohlendioxid (CO2) sanken pro Verbrauchseinheit um durchschnittlich rund 1,5 Tonnen im Jahr.
Auch der CO2-Fußabdruck kann sich sehen lassen. Er wird zur Beschreibung des globalen Erwärmungspotenzials (GWP) eines Produktes oder einer Dienstleistung verwendet und vom Weltklimarat für die Vereinten Nationen festgelegt. Für Flüssiggas beträgt das GWP null. Zum Vergleich: Erdgas kommt beim GWP auf 25. Die direkten Emissionen von Flüssiggas haben so gut wie keinen Einfluss auf den Klimawandel.
Saubere Luft mit weniger Feinstaub
Klimaschutz hört bei der Vermeidung von CO2 nicht auf. Als Verursacher für die globale Klimaerwärmung liegen Feinstaub und die darin enthaltenen Rußpartikel (Kohlenstoff) an zweiter Stelle hinter CO2 weil sie das Sonnenlicht absorbieren anstatt zu reflektieren. Während eine Reduzierung von CO2 nur langsam zum Tragen kommt, wirkt sich eine Verminderung des Feinstaubausstoßes kurzfristig aus. Feinstaub und Ruß entstehen bei jeder Verbrennung im Automotor oder im Heizungskessel. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnt vor deren gesundheitsschädlichen Eigenschaften. Flüssiggas setzt bei der Verbrennung in Heizungsanlagen im Gegensatz zu Heizöl dreimal weniger und zu Pellets 40-mal weniger Feinstaub frei. Dazu sind die Emissionen von gasförmigen Brennstoffen in Bezug auf Kohlenwasserstoff, Stickstoffoxid, Kohlenmonoxid, Giftstoffe und Schwermetalle deutlich geringer als die von anderen Heizenergien. Deshalb kann Flüssiggas sowohl zum Klimaschutz als auch zu einer besseren Umweltqualität beitragen
.
Im Vergleich zu anderen Heizungsanlagen liegen die Feinstaubemissionen von Gas deutlich niedriger.
Autogas – mobiler Klimaschutz
Flüssiggas ist unter dem Namen Autogas der führende Alternativkraftstoff in Europa. Derzeit fahren etwa 400.000 Fahrzeuge mit Autogasantrieb auf deutschen Straßen und sparen jährlich 215.000 Tonnen CO2 ein. Sie können sich an über 6000 Tankstellen mit Kraftstoff versorgen. Nicht nur bei der lokalen Luftqualität spielt der Straßenverkehr eine Rolle, rund 17 Prozent der Treibhausgas-Emissionen in der Europäischen Union gehen aufs Konto der Fahrzeuge. Eine Studie (EETP Europäisches Emissions Test Programm) vergleicht die Emissionen beim Einsatz von Flüssiggas, Benzin und Diesel. Dabei werden beim Flüssiggas rund 15 Prozent weniger CO2 ausgestoßen als beim Betrieb mit Benzin. Im Ergebnis besitzt Flüssiggas einen wesentlich niedrigeren NOx-Wert als Benzin und Diesel. Der Feinstaubanteil ist etwa vergleichbar mit dem von Benzin und deutlich geringer als der von Diesel. Bei Stoffen wie Aldehyd, Benzol, Toluen, Xylol und polyaromatischen Kohlenwasserstoffen liegen die Emissionen deutlich unter denen von Diesel und teilweise auch von Benzin.
Regeneratives Flüssiggas soll in Zukunft eine stärkere Rolle bei der Versorgung spielen. Als gut zu transportierende, nicht vom Leitungsnetz abhängige Energie bietet Flüssiggas bei der Standortwahl von Produktionsstätten große Flexibilität. Bioflüssiggas lässt sich mit verschiedenen Verfahren herstellen, wie zum Beispiel mit dem Projekt „GreenLPG". Dabei wird aus Glycerin durch katalaytische Hydrierung hochwertiges Flüssiggas gewonnen. Glycerin entsteht als fetthaltiger Reststoff bei der Produktion von Biodiesel, Zellulose oder in der Industrie, ist reichlich vorhanden und steht nicht in Konkurrenz zur Nahrungsmittelproduktion.
Bei der Gewinnung von Biodiesel entstehen auch bis zu acht Prozent Propan. So könnten bei einer Biodiesel-Produktion in Europa von 970.000 Tonnen pro Jahr 70.000 Tonnen Flüssiggas gewonnen werden. Waldrestholz ist als Biomasse zur Herstellung von Bioflüssiggas gut geeignet. Bei der Vergasung entstehen Methan, Ethan, Naphtha und Wachse. Die Produktionsanlagen lassen sich gut mit Blockheizkraftwerken kombinieren, die zusätzlich Wärme und Strom nutzbar machen.
Neue Wege mit Bioflüssiggas
Regeneratives Flüssiggas soll in Zukunft eine stärkere Rolle bei der Versorgung spielen. Als gut zu transportierende, nicht vom Leitungsnetz abhängige Energie bietet Flüssiggas bei der Standortwahl von Produktionsstätten große Flexibilität. Bioflüssiggas lässt sich mit verschiedenen Verfahren herstellen, wie zum Beispiel mit dem Projekt „GreenLPG". Dabei wird aus Glycerin durch katalaytische Hydrierung hochwertiges Flüssiggas gewonnen. Glycerin entsteht als fetthaltiger Reststoff bei der Produktion von Biodiesel, Zellulose oder in der Industrie, ist reichlich vorhanden und steht nicht in Konkurrenz zur Nahrungsmittelproduktion. Bei der Gewinnung von Biodiesel entstehen auch bis zu acht Prozent Propan. So könnten bei einer Biodiesel-Produktion in Europa von 970.000 Tonnen pro Jahr 70.000 Tonnen Flüssiggas gewonnen werden. Waldrestholz ist als Biomasse zur Herstellung von Bioflüssiggas gut geeignet. Bei der Vergasung entstehen Methan, Ethan, Naphtha und Wachse. Die Produktionsanlagen lassen sich gut mit Blockheizkraftwerken kombinieren, die zusätzlich Wärme und Strom nutzbar machen.
Quelle: „Pro Klima und Gesundheit: Flüssiggas für reinere Luft", Deutscher Verband Flüssiggas e.V. (Hrsg.)